Die Idee: Umbau vom Auslands- zum Filmblog
Die Ausarbeitung: wird übersprungen. Bauchgefühl ist, was zählt.
Die Umsetzung: hat noch nichtmal begonnen.
Die Idee: Umbau vom Auslands- zum Filmblog
Die Ausarbeitung: wird übersprungen. Bauchgefühl ist, was zählt.
Die Umsetzung: hat noch nichtmal begonnen.
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Tja, was soll ich sagen. Klar könnte ich jetzte was erzählen, von wegen “Ich habe keine Zeit gehabt” oder “Es gab nichts zu berichten” oder Ähnliches. Aber irgendwie ist mir nicht danach und ich komme mir zudem ein wenig blöd vor, wenn vor jedem meiner eigentlichen Berichte eine kurze Entschuldigung steht, weshalb ich mich so lange nicht gemeldet habe. Also tu’ ich einfach so, als wär mir das nicht unangenehm und falle einfach mit der Tür ins Haus: Heute in 3 Wochen betrete ich wieder deutschen Boden! Vorgenommen hab’ ich mir Einiges; abgesehen von den Standards wie “Familie und Freunde wiedertreffen” und “Studienplatz suchen” finden sich dabei auch mehr oder weniger exklusive Vorhaben, die vielleicht in erster Linie banal erscheinen, auf die ich allerdings für ein Jahr verzichten musste und das macht diese Dinge für mich persönlich dann umso exklusiver. Nehmt es mir also nicht übel, falls ich des Öfteren in Aschaffenburg im Casino, in einem Frankfurter Club oder beim City Döner in Hanau anzutreffen sein werde. 
Morgen in einer Woche ist mein allerletzter Arbeitstag, wobei aber übermorgen hier schon Ferienbeginn ist. Für nächste Woche heißt das, dass nur noch Kleinigkeiten zu erledigen sind, um das Schulgelände auf die Ferien und das beginnende Schuljahr vorzubereiten: Stühle & Tische hin- und hertragen, einen Zaun und ein Zimmer streichen und ein wenig “general clean-up”. Nichts wirklich wildes und verrückt machen wird sich wohl auch keiner. (Weder ich, noch der Willi, noch irgendjemand anderes in der Schule) Danach stehen noch eineinhalb Wochen Restzeit in L.A. auf dem Programm und dann geht’s schon wieder heim. Vorgenommen für die letzten eineinhalb Wochen hab’ ich mir nicht wirklich viel, ist aber wohl auch besser so.
Ansonsten gibt’s tatsächlich aber eigentlich nichts zu berichten. Die Europameisterschaft läuft und eine Distanz von ca. 9000 km hält mich trotzdem nicht davon ab, für das Deutsche Team mitzufiebern. Wie genau ich das morgen einrichten soll, weiß ich noch nicht so genau. Immerhin spielen die Deutschen um 9.00 Uhr morgens unserer Zeit und naja, da sollte ich ja eigentlich arbeiten.. Aber auch da wird sich sicherlich eine Lösung finden.
Ich freu’ mich schon jetzt darauf, euch alle wieder zu sehen und hoffe doch sehr, dass sich das so schnell wie möglich nach meiner Ankunft bei jedem einrichten lässt 
Also macht’s gut, wir sehen uns !
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Ich genieße jetzt erstmal eine Woche mit meinem Bruder in L.A. und San Francisco und danach noch 2 Wochen mit dem Dommi wer weiß wo. Kann also sein, dass ich in nächster Zeit nicht gut erreichbar bin..
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Ursprünglich wollte ich gerade in diesem Moment auf Hawaii am Strand liegen und Kokosnussmilch aus der ganzen Frucht schlürfen. Dieses Vorhaben wurde allerdings in letzter Minute von meinem lieben Herrn Zivi Kollegen abgeblasen und so stand mir also eine Woche ohne Arbeiten bevor, für die ich keinerlei Pläne hatte. Nichts tun, in L.A abhängen und mich langweilen ? – Nein, das kam für mich nicht in Frage. Wenn auch zunächst mit wenig Hoffnung auf Erfolg, machte ich mich auf die Suche nach Alternativen. Um mir für die Planung ein kleines Zeitpolster zu schaffen, bin ich Montag und Dienstag doch arbeiten gegangen und hab die gesparten Tage einfach hinten dran gehängt, was sich im Endeffekt als sehr klug herausgestellen sollte, aber dazu später mehr.
Den Willi wollte ich verständlicherweise nicht mehr in meine Planungen mit einbinden: Wer weiß, vielleicht hätte er wieder kurz vorher abgesagt !? Schnell wurde klar, dass (aufgrund der höheren Einzelzimmerpreise) ein Flugticket nicht mehr finanzierbar ist. Trotzdem fand ich ein sehr gutes Angebot: Eine Dreitagestour mit dem Bus über Las Vegas und den Hoover Damm zum Grand Canyon und zurück. Im Angebot enthalten waren 2 Übernachtungen in Las Vegas unweit vom Strip. Schon voller Vorfreude buchte ich schließlich die Tour in letzter Minute und am Mittwoch Morgen ging es los. Gegen 3 Uhr nachmittags (Pacific Time, Ortszeit war 4 Uhr) waren wir in Vegas angekommen und tagsüber erschien’ alles sehr unspektakulär. Trotzdem entschloss ich mich, einmal im Motel angekommen, nicht lange dort zu bleiben. Geschniegelt und gestriegelt machte ich mich kurz darauf an meine erste Tour durch Vegas. Mit der Dämmerung kam dann schließlich auch die Faszination für die Stadt, die niemals schläft. Vermutlich mit offenem Mund muss ich entlang des Strips gewandert sein, so faszinierend ist diese Welt, die so unterschiedlich zu eigentlich allem ist, was ich jemals gesehen habe. Auf keinem meiner Ausflüge oder Reisen habe ich auch nur annähernd so viele Fotos gemacht, wie hier. Dummerweise muss ich das jetzt noch alles aussortieren..
In Las Vegas dreht sich alles um das liebe Geld und darum, es möglichst sinnlos aus dem Fenster zu schmeißen. Ich war wohl einer der wenigen Leute, die versucht haben, genau das zu vermeiden. Die meisten fahren zwar genau aus diesem nach Vegas, aber naja, so locker hab’ ich’s dann ja eben doch nicht. Mir ging es hauptsächlich darum, anderen Leuten beim Spielen zuzuschauen. Ich wollte einfach nur eine schöne Zeit haben und möglichst viel sehen. Dazu hab’ ich mich auch mächtig ins Zeug gelegt. Innerhalb von 2 Nächten habe ich alle Casinos auf dem Strip von außen und innen (!) gesehen (bis auf das Circus Circus), einige Casinobars besucht und auch sonst insgesamt viele Eindrücke gesammelt. Doch am zweiten Abend wurde ich schwach. Man hat es schon nicht leicht in Vegas, wenn man nicht spielt; due Betreiber wissen schon genau, wie sie die Leute locken können. Obwohl es nicht erlaubt ist, habe ich etwas Geld investiert und doch einmal gespielt. Entweder wird das mit dem Alter nicht so ernst genommen, oder ich wurde für 21 gehalten, wobei mir die letztere Vorstellung eher zusagt
Nachdem ich also 15$ an den Automaten verloren hatte, wollte ich mich einmal an den Karten versuchen. Da man bei Poker keine Chance gegen die ganzen Profis am Tisch hat und mir das sowieso nicht liegt, entschloss ich mich für Blackjack, wo ich schließlich auch tatsächlich gewann. Insgesamt 120$ waren es, die ich nach kurzer Zeit als Chips vor mir stehen hatte und ich muss zugeben: es war nicht einfach, an diesem Punkt aufzuhören. Trotzdem hab’ ich es getan, meine Chips eingelöst und mich gefreut. Momentan hatte ich also ein Plus von ca. 100 $ und naja, was soll ich sagen: Die sind auch in Vegas geblieben. Allerdings hab’ ich sie nicht verspielt oder für überteuerten Alkohol ausgegeben, ich hab’ sie genutzt, um mir eine der Shows anzuschauen. Am liebsten wäre ich in Cirque de Soleil im Bellagio gegangen, das war allerdings ziemlich teuer, Hans Klok und Pamela Andersson waren mir irgendwie zu doof. Auch der Rest hat mir nicht wirklich zugesagt, bis auf eine Show: Blue Man Group im Venetian. Und es war die richtige Entscheidung: Einfach klasse. Jedem, der die Chance haben sollte, jemals die Blue Man Group zu sehen, sei sie herzlich empfohlen. Ein bunter Mix aus Musik, Comedy und visuellen Effekten erwartet die Zuschauer dort. Ich für meinen Teil habe es sehr genossen. Von den übrig gebliebenen 10$ bin ich dann noch einmal mit dem Aufzug auf den gefälschten (halb so großen) Eiffelturm vom “Paris” gefahren und hab von dort die Aussicht genossen.
Ansonsten stand neben den Casinos natürlich noch ein Highlight auf dem Programm: Das Hofbräuhaus. Man hat hierfür die Münchner Touristenattraktion schlechthin kurzer Hand kopiert, ein wenig verkleinert und gegenüber vom Hard Rock Café eröffnet. Dort angekommen habe ich erstmal ein Maß und Weißwürste bestellt, typisch deutsch eben. Nachdem meine Tischnachbarn herausgefunden hatten, dass ich Deutscher bin, wollten sie beigebracht bekommen, wie man bei den im Hintegrund laufenden Liedern mitsingt und auch sonst waren sie sehr interessiert an der deutschen Sprache. Nach einem kurzen Exkurs in die Oktoberfestlinguistik sind die beiden nun womöglich die einzigen Menschen in Illinois, die “oans, zwoa, gsuffa” singen und adäquat auf den Ruf “Prost ihr Säcke” antworten können.
Fazit: Las Vegas ist der absolute Hammer. DAS muss jeder US-Urlauber einmal gesehen haben, das steht außer Frage. Faszinierend ist besonders die Tatsache, dass Vegas immer noch die Stadt der USA ist, die am schnellsten wächst. Innerhalb eines Monats ziehen durchschnittlich 5.000 Menschen in die Stadt, die Casinos expandieren ins Unermessliche.
Am zweiten Tag ging es um 7 Uhr morgens los zum Hoover Damm, der ebenfalls sehr spektakulär ist. Der Beton, der dort verbaut wurde, würde reichen, um eine zweispurige Autobahn von Los Angeles nach New York zu bauen, woran man die Dimensionen schon sehr gut erkennen kann. Der Damm wurde in den 30er Jahren innerhalb von 3 Jahren erbaut, eine Meisterleistung der damaligen Zeit. Auch heute würde man von dem Bau noch in den Medien hören. Ursprünglich versorgte der dort erzeugte Strom das nahe gelegene Las Vegas, das gerade durch die vielen Arbeiter am Damm zu dem wurde, was es heute ist. Vorher gab es dort kaum Casinos. Heute benötigen die Casinos mehrere Kraftwerke, die Kapazitäten des Hoover Damms reichen schon lange nicht mehr aus.
Vom Hoover Damm ging es dann weiter zum Grand Canyon. Sowas Sagenhaftes hab’ ich schon lange nicht mehr gesehen, ein Wunder der Natur. Riesige Schluchten, unterschiedlichste Gesteinschichten und faszinierende Weiten. Das dort Gesehene hat alle Eindrücke aus Vegas nochmals um Weiten übertroffen. Ein Pflichtbesuch für jeden Urlauber im Westen der USA.
Alles in Allem waren es also 3 sehr erfolgreiche Tage; ich bin echt froh, dass ich mich dafür entschieden hatte.
Hier noch als kleines Bonus 3 Videos:
Grand Canyon
Hofbräuhaus Las Vegas
Achja und noch schnell, warum’s sich gelohnt hat, die freien Tage hintendran zu hängen: Ich hab’ ab Montag bis zum 07.03. Besuch von 2 Kumpels aus Deutschland..
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Seit meinem letzten Post hat sich wieder Einiges getan; besonders seit letzter Woche. Deshalb und besonders aufgrund gestiegener Nachfrage, habe ich mich beschlossen, mal wieder was von mir hören zu lassen. Des Öfteren erreichten mich Stimmen aus Deutschland á la “Von dir hört man gar nix mehr” oder etwas drastischer: “Hast du kein Interesse mehr an Deutschland?” Ein weiteres Mal wurde ich missverstanden; interessanter Weise dieses Mal sogar, ohne überhaupt etwas getan zu haben. Deshalb möchte ich an dieser Stelle einmal Folgendes voraus schicken: Wenn ich mich nicht melde, hat das nichts damit zu tun, dass ich mich nicht melden möchte. In den meisten Fällen gibt es einfach nicht viel zu berichten.. Bis Mitte letzter Woche hatten wir nicht einmal ein Auto, hingen also fest und konnten nicht weggehen. Am letzten Wochenende haben wir das seit Langem dann endlich wieder einmal richtig auskosten können, da unser Auto zum Einen seit letzter Woche wieder eine Zulassung hat und zum Anderen weil uns ein Range Rover geliehen wurde (es ist eben doch wesentlich angenehmer, MIT Radio und Rückwärtsgang durch L.A. zu cruisen). Nachdem wir Freitag Abend auf dem Sunset Strip in Hollywood verbracht hatten (und dabei – nebenbei erwähnt – beim Rodeoreiten kläglich versagt hatten), ging es am Samstag als Tagestrip nach Anaheim ins Disneyland. Wir hatten von einer Familie an der Schule zu Weihnachten Freikarten geschenkt bekommen, die wir nun endlich einlösen konnten. Dort angekommen wurden jegliche Erwartungen übertroffen und ein Kindertraum wahr; nicht umsonst ist eben der Untertitel von Disneyland “Where dreams come true”. Im Konkreten haben wir dort viele Süßigkeiten verzehrt, sind Achterbahn gefahren, haben uns die Muppets in 3D angeschaut, sind mit Indiana Jones auf ein Abenteuer mitgenommen worden, haben mit Goofy rumgeblödelt und noch Vieles mehr. Es war jedenfalls definitiv nicht das letzte Mal, dass ich dort war, so viel ist sicher. Abends sind wir dann überschüttet mit Eindrücken zurückgekehrt und direkt ins Bett gefallen.
Der Sonntag wurde richtig amerikanisch begangen. Es lief der Superbowl (das Finale der American Football Meisterschaft) und zu diesem Anlass haben der Willi und ich uns nach Santa Monica in eine der größten Sportsbars auf der 3rd St. Promenade begeben und dort mit etlichen anderen Footballbegeisterten die Stimmung genossen. Ich hatte mich vor dem Spiel entschieden, für wen ich sein möchte (die New England Patriots sollten es sein) und konnte mit meiner Wahl auch ziemlich zufrieden sein; zumindest bis 59 Sekunden vor Spielende. Da haben die New York Giants das Spiel nämlich noch einmal um 180° gedreht und doch noch gewonnen. Trotz aller Enttäuschung war es ein gelungener Sonntag mit American Football, Bud Light und Hamburgern. So amerikanisch habe ich mich schon lange nicht mehr gefühlt.
Am Montag stand dann ein weiterer Höhepunkt an: Ich bin in der Schule ausgezogen und wohne nun in Brentwood, ebenfalls ein Stadtteil von Los Angeles, das nördlich von Santa Monica gelegen ist und somit nicht allzu weit von der Schule entfernt liegt. Ich wohne hier in einem eigenen Haus. Im Grunde genommen habe ich hier alles, was ich brauche und auch das, was in der Schule stets gefehlt hat. Ich kann mich also bezüglich der Unterkunft nicht weiter beschweren. Ein weiterer Vorteil dürfte sein, dass Besucher ab sofort bei mir kostenlos unterkommen können (beispielsweise mein Bruder) Ich habe auch einige Fotos gemacht von dem Haus, damit ihr euch (im wahrsten Sinne des Wortes) ein Bild machen könnt, jedoch sind das wieder so viele Bilder, dass die erst einmal alle sortiert werden müssen. Die kommen dann gemeinsam mit den Bildern vom Whale Watching, aus Disneyland und vom SuperBowl hier auf meine Seite, aber eben erst, wenn ich die Zeit dazu gefunden habe. Muss hier ja schließlich auch etwas arbeiten.
In der Schule gibt’s nicht viel Neues, ich hab immer noch das Gleiche zu tun, aber die Aussicht auf eine “Beförderung” ist vorhanden, da unserer Mitarbeiterin, die für die Finanzen verantwortlich war, am letzten Freitag gekündigt wurde. Nun wurde ich vor Kurzem gefragt, ob es mir denn etwas ausmachen würde, die Rechnungen, die ich regelmäßig schreibe, an die Eltern auch zu verschicken, worin ich natürlich überhaupt kein Problem sehe, viel mehr die Chance, weniger Zeit auf’m Parkplatz verbringen zu müssen..
Soweit soll’s das nun gewesen sein und ich freue mich wie immer über eure Antworten per e-mail oder als Kommentar. Schöne Grüße nach Deutschland, bei euch geht der Ernst des Lebens nun nach Faschingsende wohl auch wieder los..
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Als ich an Silvester von einem Freund gefragt wurde, wann ich denn wieder heim fliege, habe ich ihm wie selbstverständlich zu verstehen gegeben, dass ich am Freitag wieder fliege, da ich Montag “zu Hause” sein muss. Erst nachdem ich es ausgesprochen hatte, bemerkte ich, was ich da eigentlich gerade von mir gelassen habe. Zum ersten Mal bezeichnete ich also Los Angeles als mein Zuhause. Natürlich nicht bewusst, vielmehr als Produkt der Routine, die sich durch das häufige Antworten auf eben diese Frage ergeben hat. Dennoch bekam ich zur Antwort: “Ohoo, der Herr hat eine neue Heimat gefunden” und hätte wohl falscher nicht verstanden werden können. War es doch ganz und gar nicht meine Absicht gewesen, mich darzustellen, als fühlte ich mich zu etwas Besserem denn Deutschland berufen. Ernst gemeint konnte es aber auch nicht gewesen sein, wie käme ich denn auch dazu; immerhin steht vor allem meine Unterbringung in keinem Vergleich zu dem, was ich aus Deutschland gewohnt bin. Kurzum: Auch, wenn es für Euch Leser nicht weiter interessant sein sollte, wo ich mich nun Zuhause fühle (und wo nicht), mir hat das zu denken gegeben und besonders jetzt geholfen, da ich erneut Familie und Freunde für nunmehr 6 Monate verlassen muss.
Doch fangen wir vorne an: Heute ist der 20.12.2007 und ich bin gerade auf dem Weg zum Flughafen LAX. Ich habe noch bis vor kurzem gearbeitet und die Schule lässt mich eineinhalb Tage früher in die Weihnachtsferien starten. Wie schon vor längerer Zeit angekündigt, wird diese Chance natürlich genutzt, um Familie und Freunden in Deutschland einen Besuch abzustatten. In Deutschland angekommen wird dann all’ das genossen, worauf ich nun 4 Monate verzichten musste: Angefangen beim Wiedersehen der Familie und Freunde, über das deutsche Essen (an dieser Stelle seien die Weihnachtsplätzchen meiner Mutter und das deutsche Brot, sowie Schnitzel besonders hervorzuheben) bis hin zu meinem großen Bett. Das und noch tausend andere Eindrücke sind das Ergebnis zweier toller Wochen in Deutschland. Mittlerweile ist die Zeit (wie meistens im Urlaub) schon wieder um und ich habe meine Koffer schon wieder gepackt, um morgen gegen 10 Uhr morgens die Rückreise anzutreten. Insgesamt kann ich aus heutiger Sicht zurückblicken auf zwei ereignisreiche Wochen, die ich voll und ganz genossen habe. Nun zurück zu müssen in die USA war von vorneherein klar und so dürfte mir der Abschied nicht schwer fallen. Ich bin eher gespannt, was das neue Jahr 2008 für meinen Zivildienst im Ausland noch alles bringen wird und reise deshalb morgen voller Erwartungen in meine Zweitheimat L.A. zurück.
Euch allen wünsche ich nachträglich natürlich auch nur das Beste für’s neue Jahr und insbesondere viel Erfolg in dem was ihr tut. (Was auch immer das ist) Wir sehen uns in ‘nem halben Jahr.
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31.10. in Amerika. Das ist schon ein Erlebnis.. Aber am besten fange ich vorne an: Mittwoch Abend haben wir begonnen, uns nach einem Kostüm umzuschauen; keineswegs zu spät, wenn man bedenkt, wie viel Auswahl man in gewissen Halloween-Läden hat. Am Donnerstag Vormittag war das Kostüm dann komplett und es stand für uns Zivis fest: Wir gehen als zwei nahezu identisch aussehende Clowns. Das erste Mal trugen wir das Kostüm am Donnerstag nach der Schule beim Regeln des Verkehrs auf dem Parkplatz. Alle Kinder mussten auf ihrem Weg nach Hause an den zwei deutschen Clowns vorbei und waren sichtlich begeistert und erfreut.
Für den Abend hatten wir (wie man das hier eben so macht) eine Schüssel mit Süßigkeiten neben die Haustür gestellt und auf die ersten “trick or treat” Kinder gewartet, die allerdings nicht so rege erschienen, wie wir es erwartet haben. Um noch mehr zu erleben, hatten wir uns außerdem erkundigt, wo die größte Halloween Party von ganz Los Angeles stattfindet. Egal wen wir fragten, wir wurden jedes Mal auf West Hollywood und die dortige Parade verwiesen. Im Bewusstsein, dass es sich dabei um das Schwulenviertel handelt, sind wir absolut verunsichert am Abend schließlich dorthin aufgebrochen, ohne wirklich zu wissen, was uns erwartet. Auf dem Weg dorthin hat uns unser Taxifahrer noch gewarnt, wir sollen uns von den Schwulen fern halten, weil diese sehr aufdringlich sein könnten und so kamen wir mit einem mehr als mulmigen Gefühl auf dem Santa Monica Blvd. in West Hollywood an. Dort wurden wir erst einmal von der Masse an verkleideten Menschen erschlagen. Wir hätten nie gedacht, dass dort so viel los sein würde. Außerdem waren nur ca. 50 % aller Leute dort schwul oder lesbisch, der Rest ist (wie wir) einfach nur wegen der Party gekommen. Somit haben wir zwar einiges gesehen, was man sonst nicht sieht, aber besonders negative Begegnungen mit aufdringlichen Schwulen hatten wir Gott-sei-Dank nicht. Vielleicht hielten sie William und mich für ein Paar, aber im Grunde genommen ist es mir auch egal: hauptsache wir wurden in Ruhe gelassen.
Die Stimmung war im Allgemeinen sehr locker und wir wurden etliche Male von vielen Leuten angesprochen, ob sie denn ein Foto mit uns machen dürften. Darunter waren auch etliche gutaussehende Frauen, was das Ganze natürlich umso angenehmer machte
Alles in Allem war es ein sehr gelungener Abend, auch wenn ich so schnell nicht wieder nach West Hollywood möchte..
Ich habe einige Bilder hochgeladen und auch die vom Filmset nachgereicht. Viel Spaß damit und Grüße nach Deutschland.
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Haben seit dem Wochenende endlich eine Unterkunft. Wir wohnen jetzt bis Weihnachten in dem Haus eines Vaters an unserer Schule. Er ist beruflich für 2 Monate in Texas und braucht für die Zeit jemanden, der auf sein Haus aufpasst, das zwar nicht allzu groß, aber dafür sehr gemütlich ist. Somit sind wir erstmal für 2 Monate untergekommen, sehr angenehm diese ganze Angelegenheit. Das Beste: Endlich kann man nach der Arbeit mal richtig “nach Hause” kommen.
Ansonsten gibt’s nichts Neues, alles beim Alten. Gruß nach Deutschland !
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Nach langer Zeit finde ich nun endlich einmal wieder die Zeit, meine lieben Verwandten und Freunde in Deutschland auf dem neuesten Stand zu halten. Es hat sich nicht wirklich viel getan, seit wir wieder aus San Francisco zurück sind; der Alltag hat uns eingeholt und wir haben uns mittlerweile gut eingespielt. Auch unsere Wohnsituation hat sich nicht verändert, wir wohnen immer noch in dem Raum in der Schule. Allerdings haben wir das Angebot bekommen, bei einer Familie in das Gästehaus zu ziehen, das ab November frei steht; ob es wirklich dazu kommen wird, wird sich zeigen..
Momentan ist William’s Bruder und dessen Frau zu Besuch hier. Sie sind gestern vor einer Woche gelandet, waren aber vergangene Woche alleine in San Francisco und seit heute dann in Las Vegas, wohin der Willi mitgefahren ist. Deshalb hab’ ich dieses Wochenende “quasi” sturmfrei. Trotzdem wird hier in der Schule ordentlich was los sein, da alle schon der großen Halloween-Vorbereitungs-Euphorie verfallen sind. Deswegen werden hier morgen auch erst einmal 200 Kürbisse angeliefert.
Aber nun zu meinem Hauptanliegen. Viele Leute fragen mich regelmäßig: “Was machst du eigentlich den ganzen Tag in der Schule?” Um diesen Fragen ein wenig vorzubeugen, möchte ich das hier einmal ein wenig erläutern: Nachdem wir morgens aufgestanden sind, gehen wir ca. um 07:30 bis 08:00 Uhr auf den Parkplatz, weil da die ersten Leute ankommen, um ihre Kinder abzusetzen. Dort “überwachen” wir dann den Verkehr, achten darauf, dass kein Kind unter die Räder kommt und helfen notfalls beim Einparken oder übernehmen das komplett. Außerdem darf der Verkehr aufgrund von Vorgaben der Stadt Los Angeles nur in eine bestimmte Richtung verlaufen. Im Grunde genommen ist es aber größtenteils einfach nur noch so, dass wir den Verkehr lediglich beobachten oder Autos parken, da sich alles mittlerweile ziemlich gut eingespielt hat. Zwischen ca. 09:00 – 09:30 Uhr sind dann die letzten Autos vom Parkplatz verschwunden und wir können uns unser Frühstück machen. Sobald wir das gegessen haben, fallen immer wieder Sachen an, wie beispielsweise Möbel hin- und herräumen, Sachen kopieren, Tische abschleifen, oder Ähnliches. um ca. 11.15 Uhr nehmen wir dann unsere Lunch-Break und ab 12:00 Ihr geht der Verkehr zum Abholen schon wieder los. Dann beginnt die langweilige Zeit des Tages, da man einfach nichts mehr zu tun hat. Die Autos halten nur an der Seite, man muss also nicht einmal beim Einparken helfen oder Ähnliches. Außerdem zieht sich der “pick-up” dann bis ca. 15.00 Uhr, quasi 3 Stunden täglich, in denen wir nichts zu tun haben. Sicherheitsvorschriften der Stadt Los Angeles schreiben allerdings vor, dass bei jedem offenen Tor vom Schulgelände eine Aufsichtsperson sitzen muss. Sehr ärgerlich das Ganze, aber naja. Ist eben ein Zivildienst und beschweren kann ich mich echt nicht. Um ca. 16:00 Uhr sind dann alle Kinder (auch die aus dem “aftercare”=Betreuung nach dem Unterricht) endlich abgeholt und wir können die Tore schließen. Damit ist der Arbeitstag für uns dann beendet und der “richtige” kalifornische Tag beginnt.
Als wir also gestern Morgen noch halb verpennt auf dem Parkplatz gestanden haben, kam unsere Chefin an und meinte, sie würde uns einen speziellen Tag schenken; man werde uns mitnehmen auf ein Filmset. Plötzlich gingen bei mir beide Augen auf und keine Spur war mehr von der morgendlichen Trägheit, die mich 14 Schuljahre lang plagte und die mir auch jetzt teilweise noch zu schaffen macht. Erst später haben wir den gesamten Zusammenhang erfahren, wie wir in diese durchaus angenehme Situation geraten sind, aber darauf komm ich gleich. Wir haben uns also ruckzuck fertig gemacht und wurden dann schon vom Architekten unserer Schule, Richard, abgeholt. Richard hat einen Bruder, der für den Dreh verantwortlich war und hatte ein großes Problem: Das Video sollte die Aufnahme eines Zaubertricks eines ungarischen Magiers werden. Der Magier wollte sich in einen riesen Eisblock einfrieren lassen und sich daraus lebend befreien. Allerdings gab es Probleme mit der Buchung der Flüge seiner Crew und so waren die zum Zeitpunkt des Drehs bereits wieder in Ungarn. Jetzt musste der Regisseur (Richards Bruder) schnell noch eine Mannschaft auftreiben und da bat er seinen Bruder um Hilfe, der dachte an uns und so sind wir zu dem Dreh gekommen. Das haben wir allerdings alles erst im Auto auf dem Weg zum Set erfahren. Dort angekommen, waren wir immer noch der grünschnäbligen Meinung, wir müssten nur beim Aufbauen helfen, wurden aber von dem Zauberer dann gleich eines besseren belehrt: Wir mussten ihn vor der Kamera in Eis einfrieren und dann wieder herausholen. Vor der Kamera. Wir zwei. Da waren wir erst einmal baff. Wir nahmen es aber als eine tolle Sache hin und wir hatten uns sowieso zunächst um den Aufbau des Sets zu kümmern: Gedreht wurde das Ganze im Hinterhof eines Maskenbildners, der schon die Dinosaurier aus Jurassic Park gemacht hatte, von denen auch noch Teile in der Werkstatt herum lagen (oder gibt es vielleicht bald eine erneute Fortsetzung, von der noch keiner weiß ???) Den gesamten Tag über mussten wir viel zusammenschrauben, viel durchgehen, viel einstudieren, bis dann schließlich um ca. 17 Uhr dann das Filmteam kam. Nach Sonnenuntergang konnten wir beginnen zu drehen. Insgesamt gab es 3 Kameras und sehr viel Effekte mit Trockeneis, Flammenwerfern, Kettensägen usw. Ich möchte jetzt noch nicht allzu viel verraten, da ihr den Clip zuerst sehen müsst und es sowieso zu weit führen würde, hier alles bis ins kleinste Details zu schildern. Jedenfalls sind wir gegen 1 Uhr nachts nach 2 Aufnahmen völlig erschöpft ins Bett gefallen und sind seitdem voller Vorfreude auf das Video, das uns, sobald es fertig ist, hoffentlich erreichen wird.
Es war echt eine tolle Erfahrung, die mir besonders bei der Suche nach einem geeigneten Studiengang sehr geholfen haben sollte. Bilder gibt’s dann, sobald der Willi mit seiner Kamera wieder aus Vegas da ist. Einen kleinen Vorgeschmack gibt’s trotzdem:

PS: Ich bin über Weihnachten und Silvester in Deutschland.
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Der erste Monat ist vorbei!
Letzten Freitag vor einem Monat bin ich in die USA eingereist. Damals wusste ich noch gar nicht wirklich, was mich hier erwarten wird und wie ich mir das alles vorstellen sollte; angekommen war ich nur physisch. Heute befinde ich mich in einer völlig neuen Situation. Ich kann auf die erste Zeit zurückblicken, auf meine gesamte Ein- und Umgewöhnung und mich darüber freuen, ohne Startprobleme in meinen kalifornischen Zivildienst gestartet zu sein. Es war in der Tat nicht schwer, mich an die Verhältnisse hier zu gewöhnen und den amerikanischen Lifestyle habe ich sowieso schon in Deutschland gelebt. Trotzdem erscheint alles immer noch wie ein großer Urlaub, ein Abenteuer, das in naher Ferne zu Ende sein wird. Es wird wohl noch eine ganze Weile dauern, bis ich es tatsächlich fassen kann, dass Pacific Palisades für ein Jahr mein Zuhause sein wird..
Momentan sitze ich im Auto irgendwo zwischen San Francisco und Los Angeles. Ein Lehrer (Mathew) unserer Schule hatte uns angeboten, uns über’s Wochenende mit nach San Jose zu nehmen, was unweit von San Francisco gelegen ist. Dieses Angebot konnten wir nicht ausschlagen und so sind wir am Donnerstag nach der Schule mit ihm gen Norden gestartet. Mathew ist ebenfalls Deutscher und echt ein prima Kerl. Er ist nach San Jose gefahren, um dort seine Ex-Freundin (ebenfalls eine Deutsche) und seinen Sohn zu besuchen. Als wir schließlich bei den beiden in San Jose angekommen waren, haben wir uns ein paar Bier gekauft und uns einen gemütlichen Abend gemacht, um danach in der Garage sichtlich erschöpft ins Bett zu fallen.
Das Erste, was wir am nächsten Tag gemacht haben, war das Abholen unseres zuvor gebuchten Mietwagens. Nach 2 kostenloser Upgrades aufgrund unterschiedlichster Beanstandungen (einmal war uns das Auto zu klein, ein ander’ Mal zu dreckig) sind wir dann schließlich mit einem Pontiac Grand Prix (riesen Teil) und enorm guter Laune vom Hof gerollt und haben uns auf den Weg nach San Francisco gemacht. Mathew hatte uns für das Wochenende dann noch sein TomTom Navi geliehen und so hatten wir keine Probleme, immer an die richtigen Stellen in San Francisco zu kommen. Allerdings kann man eben in ein Navigationsgerät nicht eingeben, dass man nicht durch das Schwulenviertel fahren will. Es war schon ziemlich ungewohnt und zugegebenermaßen auch lustig, die ganzen Kerle eng umschlungen durch die Straßen laufen zu sehen. Als wir dann allerdings an einer Ampel zum Stehen kamen und mir ein bärtiger Kerl mit Flanellhemd mit einem Zwinkern zu verstehen gegeben hat, dass er gerne meine Handynummer (oder mehr?) hätte, war es zu viel des Guten und wir haben den schnellsten Weg aus diesem Viertel gesucht und es auch an dem zweiten Tag brav umfahren. In der restlichen Zeit haben wir etliche Male die Golden Gate Bridge überquert (mit dem Auto und zu Fuß), sind durch Chinatown gewandert, haben Seelöwen über und Haie unter Wasser gesehen, ließen uns begeistern von großen Kunstwerken im Museum of Modern Art und sind mit dem Cable Car auf und ab gefahren. Außerdem waren wir im Rathaus und haben dort einer Zigeunerhochzeit zugesehen. Absolutes Highlight war meiner Meinung nach das Museum of Modern Art. Absolut geniale Kunstwerke von total verrückten Künstlern der Neuzeit. Alles in allem war es echt ein super Trip und sicherlich nicht mein letzter Ausflug nach San Francisco.
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