Als ich an Silvester von einem Freund gefragt wurde, wann ich denn wieder heim fliege, habe ich ihm wie selbstverständlich zu verstehen gegeben, dass ich am Freitag wieder fliege, da ich Montag „zu Hause“ sein muss. Erst nachdem ich es ausgesprochen hatte, bemerkte ich, was ich da eigentlich gerade von mir gelassen habe. Zum ersten Mal bezeichnete ich also Los Angeles als mein Zuhause. Natürlich nicht bewusst, vielmehr als Produkt der Routine, die sich durch das häufige Antworten auf eben diese Frage ergeben hat. Dennoch bekam ich zur Antwort: „Ohoo, der Herr hat eine neue Heimat gefunden“ und hätte wohl falscher nicht verstanden werden können. War es doch ganz und gar nicht meine Absicht gewesen, mich darzustellen, als fühlte ich mich zu etwas Besserem denn Deutschland berufen. Ernst gemeint konnte es aber auch nicht gewesen sein, wie käme ich denn auch dazu; immerhin steht vor allem meine Unterbringung in keinem Vergleich zu dem, was ich aus Deutschland gewohnt bin. Kurzum: Auch, wenn es für Euch Leser nicht weiter interessant sein sollte, wo ich mich nun Zuhause fühle (und wo nicht), mir hat das zu denken gegeben und besonders jetzt geholfen, da ich erneut Familie und Freunde für nunmehr 6 Monate verlassen muss.
Doch fangen wir vorne an: Heute ist der 20.12.2007 und ich bin gerade auf dem Weg zum Flughafen LAX. Ich habe noch bis vor kurzem gearbeitet und die Schule lässt mich eineinhalb Tage früher in die Weihnachtsferien starten. Wie schon vor längerer Zeit angekündigt, wird diese Chance natürlich genutzt, um Familie und Freunden in Deutschland einen Besuch abzustatten. In Deutschland angekommen wird dann all’ das genossen, worauf ich nun 4 Monate verzichten musste: Angefangen beim Wiedersehen der Familie und Freunde, über das deutsche Essen (an dieser Stelle seien die Weihnachtsplätzchen meiner Mutter und das deutsche Brot, sowie Schnitzel besonders hervorzuheben) bis hin zu meinem großen Bett. Das und noch tausend andere Eindrücke sind das Ergebnis zweier toller Wochen in Deutschland. Mittlerweile ist die Zeit (wie meistens im Urlaub) schon wieder um und ich habe meine Koffer schon wieder gepackt, um morgen gegen 10 Uhr morgens die Rückreise anzutreten. Insgesamt kann ich aus heutiger Sicht zurückblicken auf zwei ereignisreiche Wochen, die ich voll und ganz genossen habe. Nun zurück zu müssen in die USA war von vorneherein klar und so dürfte mir der Abschied nicht schwer fallen. Ich bin eher gespannt, was das neue Jahr 2008 für meinen Zivildienst im Ausland noch alles bringen wird und reise deshalb morgen voller Erwartungen in meine Zweitheimat L.A. zurück.
Euch allen wünsche ich nachträglich natürlich auch nur das Beste für’s neue Jahr und insbesondere viel Erfolg in dem was ihr tut. (Was auch immer das ist) Wir sehen uns in ‘nem halben Jahr.

Hallo Thomas,
auch wir waren sehr froh, dich die zwei Wochen mal wieder hier bei uns zu haben.
…. und was die Weihnachtsplätzchen betrifft:
warum soll man die nur im Winter backen ???
Wenn du dich so drauf freust, dann gibt es
im Juli 2008 eben wieder Vanillekipferl u. Co.
Eine schöne Zeit in Amerika
Deine Mama u. Papa
Da bin aber auch dafür und will was abhaben von den ‘Sommerplätzchen’.
))
…es war nett Dich wiedermal ‘LIVE’ zu sehen
Grüsse aus dem Ried de’ Petter
Weihnachtsplätzchen sind Weihnachtsplätzchen und die schmecken nur im Dezember
Wie wärs mit ‘nem Rotweinkuchen? x)
War schön dich mal wieder zu sehen, deine „Heimat-hier, Heimat-da“-Geschichte kann ich absolut nachvollziehen und im Moment ist deine Heimat nunmal das Land der unbegrenzten Möglichkeiten und kleinen Betten :p
Das Einzige, was ich dir zu Lasten legen muss, ist, dass du es nicht auf einen Burger Day geschafft hast
In knapp 6 Monaten dann aber wieder.
richiee
Rotweinkuchen für Richard —- ?!
Schon geplant!!!!