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Am Wochenende war die Frau eines Lehrers hier an der Schule so freundlich, uns ihren uringelben VW New Beetle zur Verfügung zu stellen. Diesen durften wir dann Sonntag und Montag fahren und das haben wir genutzt, um einen kleinen Ausflug nach Beverly Hills und nach Hollywood zu starten. Wir waren auf dem Walk-of-Fame in Hollywood und abgesehen von dieser Straße gibt’s dort auch gar nicht allzu viel zu sehen. Die Filmstudios müssen wir in Hollywood noch besuchen und dann haben wir dort eigentlich das Wichtigste schon erlebt. Man stellt sich das einfach spektakulärer vor, als es dann im Endeffekt ist. Aber es war doch echt mal ganz nett, das alles gesehen zu haben. Bilder von unserem Trip habe ich ebenfalls hochgeladen, diese könnt ihr rechts unter „Bilder“ einsehen.

Seit gestern ist hier an der Schule die Hölle los, alle sind in Hektik verfallen. Es ist genau das eingetreten, was sich schon bei unserer Ankunft angekündigt hat: Chaos und Stress pur.Trotz des Bewusstseins, dass in einer Woche die Schule anfängt und dass noch so viel zu tun ist, konnten wir letzte Woche nicht feststellen, dass sich jemand sonderlich angestrengt hat, möglichst zügig mit seiner Arbeit fertig zu werden. Aufgaben wurden also gerne erst einmal aufgeschoben. Diesen Dienstag stellte man dann kollektiv fest, dass man mit der „Zeitplanung“ gar nicht hinkommt und effektiver und länger arbeiten muss, damit man bis heute (Mittwoch) fertig wird.. (dazu sag’  ich jetzt mal „kein Kommentar“) So haben wir am Dienstag bis um 9 Uhr abends Schwerstarbeit geleistet und sind dann absolut kaputt sofort ins Bett gefallen. Kurz darauf traf die Putzkolonne ein. Diese netten mexikanischen Herren haben die ganze Nacht benötigt, alle Fenster der Schule zu reinigen und – wie Mexikaner eben so sind – dabei ausführliche Gespräche gehalten. Diese Nacht haben wir also nicht sonderlich viel Schlaf bekommen, mussten sogar früher aufstehen, damit heute morgen noch mehr geregelt werden konnte. Als wir dann heute morgen noch die ankommenden Autos eingewiesen hatten, haben wir uns in unser Zimmer verdrückt und nochmal kurz geschlafen. (ca. 1 Stunde) Morgen geht’s dann genauso stressig weiter, da ist der 1. Tag des Kindergartens. Aber naja, ich will mich nicht beklagen, wir haben das ganze ja kommen gesehen und es kam keineswegs unerwartet. Außerdem sollte sich das Ende der Woche alles gelegt haben und die gewöhnliche Routine eingekehrt sein. Positiv gesehen, könnte man sich außerdem über die Überstunden freuen… Also alles halb so wild.

Ich geh’ jetzt pennen, um morgen auch wieder um 7 raus zu kommen. Achja: Irgendwie erfahr’ ich nur über die Tagesthemen und Spiegel.de was in Deutschland so abgeht.. Was treibt ihr denn so die ganze Zeit ?

7 Tage in L.A.

Meine erste Woche ist um, für mich Grund genug, ein wenig ausführlicher Bericht zu erstatten.
Am Montag war nach dem „Ankommens-Wochenende“ der erste Arbeitstag angesagt und die ganze Woche über hatten wir nicht wirklich Zeit und Lust, auf sightseeing zu gehen. Wir wohnen in der Schule und so hat man irgendwie nie richtig Feierabend, erst wenn sich die letzten Lehrer und Verwaltungsangestellten verabschiedet haben, kann man seinen letzten Rundgang durch das Schulgebäude starten, überprüfen, ob alles abgeschlossen ist und kann sicher sein, dass man nun nicht mehr arbeiten muss. Die Schule selbst ist erst vor kurzem auf dieses Gelände hier gezogen, war vorher in Santa Monica. Das Gebäude ist zum einen Teil ein altes Hotel aus den 20′er Jahren und zum anderen Teil ein Neubau. Da am 5. September die Schule anfängt und jetzt erst alle so langsam wieder aus dem Urlaub zurück kommen, gibt es hier noch einiges zu tun. So haben wir letzte Woche einen Sandkasten gebaut, einen Zaun errichtet, alle 3 Kindergartenräume ausgeräumt, Briefe an alle Eltern kopiert und versendet, den Motorroller eines Lehrers repariert, etliche Fenster- und Türrahmen zum Streichen abgeklebt, Holzfässer (mit denen die Kinder spielen können) abgeschliffen und noch vieles mehr. Es gibt also immer verhältnismäßig viel zu erledigen, wobei ich nicht behaupten kann, dass uns ordentlich Druck gemacht wird. Wir packen einfach immer dort mit an, wo unsere Hilfe benötigt wird. Wir wurden schon jetzt unterschiedlichen Projekten zugeteilt, die in der Zukunft noch in Angriff genommen werden sollen: So sollen wir beide beispielsweise einem Lehrer helfen, einen geeigneten Rahmen zum Aufhängen der Schulglocke zu bauen. Außerdem haben wir vorgeschlagen, an einer bestimmten Stelle auf dem Schulhof eine Seilbahn zu errichten. Dieser Vorschlag wurde sehr positiv aufgenommen und so werden wir nun gemeinsam mit einer Schulklasse und deren Lehrer vielleicht mit der Planung und Durchführung dieses Projekt betraut werden. Am Ende des Jahres dürfte die dann eigentlich fertig sein.
Mein Mitzivi William ist echt ein cooler Kerl und wir haben uns von Anfang an gut verstanden. Trotzdem ist es unser beider Anliegen, möglichst bald eine Gastfamilie zu finden. Es haben schon mehrere Leute Interesse bekundet, das Ganze wird hier aber nochmal von der Schulleitung geprüft, damit wir nicht einfach irgendwo hin kommen.
Die Selbstverpflegung läuft soweit auch ganz gut, hätte ich eigentlich nicht gedacht. Unser wöchentliches Verpflegungsbudget wurde auf Nachfragen erhöht und so dürften sich also erstmal keine Probleme mehr ergeben. Allerdings haben wir eben nur zwei elektrische Herdplatten, einen Kühlschrank und eine Mikrowelle. Leider hatten wir letzte Woche nie wirklich Zeit, nach der Arbeit nochmal auf Tour durch L.A. zu gehen. Dieses Wochenende müssen wir das ganze Zeug, das wir letzte Woche aus den Kindergärten geräumt haben, wieder hinein räumen und dann haben wir frei. (Diese Arbeit wird dann aber selbstverständlich als Überstunden angerechnet, die wir irgendwann abfeiern können) So wollen wir einmal schauen, was wir in dieser Zeit in L.A. und Umgebung erleben können. Es gibt hier wirklich viel zu sehen, nur leider haben wir eben nur am Wochenende frei. In den Ferien werden wir – so wurde uns gesagt – auch nicht benötigt.  Die großen Sommerferien gehen hier fast 3 Monate und beginnen am 13.06.08. Wir werden also wahrscheinlich gar nicht so lange arbeiten müssen, wie eigentlich vorgesehen, weil wir hier dann eben nichts mehr zu tun hätten. Es kann also auch gut sein, dass ich da etwas früher nach Hause komme. Kommt natürlich alles darauf an, inwiefern ich/wir dann noch rumreisen wollen bzw. können. Naja, aber das ist ja noch alles in weiter Ferne !

Habe auch einiges an Bildern hochgeladen, feel free to take a look !

Würde mich auch über Neuigkeiten aus Deutschland freuen: Schreibt mir doch mal, was ihr so erlebt !

Macht’s gut und lasst was von euch hören !

Ich bin angekommen !

Aber so richtig. Nachdem ich nun seit Freitag hier unterwegs bin, habe ich gestern Verstärkung durch unseren zweiten Zivi (William) bekommen. Zusammen mit ihm habe ich nun schon Pacific Palisades und den Strand erkundet, Delphine gesehen, eine Probefahrt mit einem Ford Mustang V8 gemacht, bei Hooters gespeist und die einen ganzen Tag in Santa Monica am Strand und am Pier gechillt und das iPhone sowie die neuen iMacs ausprobiert. Hier gibt’s echt extrem viel zu erleben. Einige Bilder sind schon bei StudiVZ oben, hier werden demnächst auch noch einige folgen ! Momentan bin ich ziemlich im Stress (und ziemlich müde, mussten nach Santa Monica und zurück laufen) Wollte den Blog aber aktuell halten, deswegen eben an dieser Stelle nur ein kurzer Eintrag. Demnächst gibt’s dann wieder mehr zu lesen.

Macht’s gut und schöne Grüße nach Deutschland !

Die Schere gleitet aus meiner Hand und die Nabelschnur ist durchtrennt. Der Schnitt war nicht schwer; doch wie geht es weiter? Vor mir liegt ein unscharfes Bild der Zukunft: eines bunten, schillernden Abenteuers, aber auch einer völlig neuen Ebene von Verantwortung. Ähnlich einem Artisten, der zum ersten Mal ohne Sicherheitsnetz auf sein Hochseil steigt, taste ich mich vorsichtig und bedacht voran. Langsam, Schritt für Schritt, schleiche ich mich in meine eigene und selbst gewählte Zukunft. Jede Entscheidung wird doppelt und dreifach auf Sinnhaftigkeit und Vernunft geprüft, wie man es eben zuhause gelernt hat. Ungewissheit bestimmt den Aufbruch und macht zugleich gespannt auf das Kommende. Ein besonders herzlicher Abschied gibt mir Mut und Kraft mit auf den Weg und bestärkt mich in meinem Vorhaben. Alles ist offen, der Verlauf des Jahres liegt maßgeblich in meinen eigenen Händen. Insofern packe ich die Gelegenheit einfach beim Schopfe und mach’ das Beste draus. In diesem Sinne bleibt mir jetzt nur noch Folgendes zu sagen:

Vielen Dank für die letzten zwei Wochen in Deutschland. Ich habe mich selten so wohl gefühlt, wie in dieser Zeit. Allen, die dazu (im Großen wie im Kleinen) beigetragen haben, möchte ich herzlich danken. Auch wenn wir in Kontakt bleiben, soll dennoch gesagt sein: Macht’s gut, wir sehen uns in einem Jahr und machen genau da weiter, wo wir heute aufgehört haben !

Hanau hat mich wieder, zumindest kurzzeitig. Das Seminar ist seit gestern vorbei und ich bin wieder daheim. Vieles auf dem Seminar war sehr gewöhnungsbedürftig, einiges empfand ich als absolut sinnlos und die Unterkunft war nicht die Beste. Was mir dieses Seminar jedoch für das Auslandsjahr gebracht hat, kann ich jetzt natürlich noch gar nicht beurteilen, denn das wird sich erst vor Ort herausstellen. Fakt ist, dass (und so empfanden es viele der anderen Zivis auch)man das Seminar ohne weiteres auf eineinhalb Wochen hätte kürzen können. Insofern bin ich eigentlich auch ganz froh, dass das Seminar nun um ist. Wenn es freiwillig gewesen wäre, hätte ich bestimmt nicht teilgenommen… Einige Bilder des Seminas sind in einer Galerie hochgeladen (siehe rechter Frame) und können als Paket auch bei Rapidshare heruntergeladen werden.

2 Wochen habe ich jetzt noch, dann flieg’ ich schon nach L.A. Der Flug ist nun nämlich auch sicher gebucht: Abflug ist am 24. August um 7.25Uhr über London Heathrow nach Los Angeles International. William, mein Mitzivi, hat sein Visum in Frankfurt glücklicherweise auch bekommen und kommt exakt einen Tag später (am 25.) dort an. Wird bestimmt eine geile Zeit in den Staaten, auch wenn nun langsam erstmal das Unangenehmste von allem kommen wird: Abschied nehmen. Aber auch das wird irgendwie vorüber gehen und so ein Jahr ist schließlich schneller wieder um, als man denkt. Vorfreude auf das Kommende vermischt sich nun also mit dem mulmigen Gefühl, alles hinter sich lassen zu müssen. Trotzdem freue ich mich riesig auf die Zeit im Ausland und bin jetzt schon gespannt, wie es mir dort gefallen wird. Jetzt müssen noch die letzten Sachen organisiert werden, wie bspw. einen neuen Koffer zu kaufen, usw.

Ansonsten gibt’s nicht wirklich viel zu berichten, aber das wird sich ja in knapp 3 Wochen alles geändert haben !

Ab kommenden Montag bin ich erstmal bis 08.08. in Langenberg auf Vorbereitungsseminar. Ich denke nicht, dass ich mein neues MacBook (jaa, es ist endlich da und JA, es ist GEIL) dort mit hinnehmen werde.. Abgesehen davon, dass ich ja auch ein paar neue Leute kennen lernen möchte, findet das ganze auf ‘nem Bauernhof statt, auf dem ich ziemlich wahrscheinlich sowieso kein Internet hätte. Deshalb verabschiede ich mich hiermit vorzeitig, da ihr in den 3 Wochen sicher wenig bis gar nichts von mir hören werdet.
Ich habe keine großen Hoffnungen an das Seminar und lass’ es größtenteils auf mich zu kommen. Meine Digicam (wenn sie bis dahin da ist) werde ich aber bestimmt mitnehmen und dann nach meiner Rückkehr ein paar Eindrücke veröffentlichen. (Habe ja jetzt genug Webspace)

Tja, was gibt’s sonst noch so zu sagen: Natürlich geistert mir die ganze Zeit das Auslandsjahr durch den Kopf, gibt noch eine Menge herauszufinden und zu organisieren, beispielsweise brauch ich einen schönen großen Koffer (oder sogar 2, weil man bei manchen Airlines auch 2 Stück mitnehmen darf). Mein Flug ist zwar noch nicht gebucht, aber es wird sicherlich auf den 24. August 2007 herauslaufen. Ich würde dann mit BritishAirways über London Heathrow direkt nach L.A. fliegen. Die Buchung muss ich noch vor dem Vorbereitung sicher machen, aber -da die Bezahlung über meine Trägerorganisation erfolgt- ist es eben noch nicht geschehen. Darüber hinaus stell’ ich mir in meiner Freizeit den Abschied vor, damit dieser dann, wenn es soweit ist, nicht zu schwer wird. Es wird – wie schonmal erwähnt – sicher nicht einfach, alles und jeden einfach so hinter sich zu lassen.

Naja gut, ich verabschiede mich also erstmal auf Vorbereitungsseminar mit 20 weiteren „Auslandszivis“, die sich im kommenden Monat über den ganzen Globus verteilen werden ! Macht’s gut und wenn ich wieder da bin feiern wir den Abschied !

Tja, der Titel nimmt die Pointe vorweg; wohl auch, weil es darüber eigentlich nicht viel zu erzählen gibt: Eines Morgens wachte ich auf und fand in meinem Briefkasten tatsächlich meinen eigenen Umschlag (den ich zum Interview aufs Konsulat mitgebracht hatte). Darin war dann mein Reisepass. Den Umschlag also hastig aufgerissen, den Reisepass herausgeholt und aufgeklappt: Da ist es, das Visum. Viel Vorbereitung und die ganze Aufregung hat sich also bezahlt gemacht: Mir wird ein Freiwilliges Soziales Jahr in Kalifornien ermöglicht und das Beste: Das Ganze als Ersatz für den Wehrdienst in Deutschland.. Die ganze Anspannung der letzten Tag fällt von meinen Schultern und ich kann mich nun endlich genauer auf das Auslandsjahr vorbereiten. So habe ich bis heute mein MacBook bestellt (um auch vom Ausland immer brav berichten zu können, wie’s mir so geht), eine Digicam gekauft (um meine Erlebnisse festhalten zu können) und meinen Webspace erweitert (um die festgehaltenen Erlebnisse euch ausführlich zeigen zu können). Darüber hinaus habe ich mir ein Konto bei der Deutschen Bank eröffnet, von dem ich in den USA über die Bank of America kostenlos Geld abheben kann.  Eine Kreditkarte werde ich noch in den laufenden Tagen beantragen. Zusätzlich muss ich noch zum Zahnarzt und meinen Flug buchen. Wenn das alles erledigt ist, fahr’ ich schon bald auf das Vorbereitungsseminar in Langenberg (zwischen Essen und Düsseldorf). Wie ich dorthin komme, weiß ich ebenfalls noch nicht, muss ich also auch noch planen.

Tja und wenn ich dann vom Seminar zurück komme geht’s für mich ja auch bald schon los. Ungefähr 1-2 Wochen bleiben noch, um sich von Familie und Freunden zu verabschieden, um dann zu 11 Monaten völliger Selbständigkeit aufzubrechen. Der Abschied wird sicherlich nicht einfach, doch bin ich mir sicher, dass die Vorfreude auf das Kommende mir diesen zumindest ein wenig erleichtern wird.

Tja, nachdem ich am Dienstag den von dem Konsulat geforderten Brief bekommen und weitergeleitet habe, ist für mich jetzt erstmal die Zeit des Wartens angebrochen. Nichts kann ich wirklich organisieren, keinen Flug buchen, keine Sachen (wie bspw. Laptop) kaufen, einfach nichts. Das liegt daran, dass ich das Visum eben noch nicht habe und somit nicht sicher sein kann, dass das alles klappt. Alles, was mich Geld kosten würde, ist somit also nun erstmal verschoben, bis ich meinen Reisepass mit Einreisegenehmigung in der Hand halte. Wie ich mich dabei fühle, ist wohl klar. Ich bin hin- und hergerissen zwischen Vorfreude auf das Auslandsjahr und Angst vor einer möglichen Nicht-Erteilung meines Visums. Bedingt durch meine Freizeit weiß ich darüber hinaus nichts mit mir anzufangen und mir kommen unwillkürlich wieder Gedanken in den Sinn, die ich mir eigentlich lieber nicht machen würde. Zur Untätigkeit vor solch einem großen Trip verdammt zu sein, ist wohl die erste kleinere Herausforderung.

Zu allem Überfluss bekomme ich von meiner Trägerorganisationen Mut machende e-mails geschickt:
Sehr geehrter Herr Adam,
haben Sie vielen Dank fuer die Informationen. Leider ist es so, dass im
Mai/Juni 7 Menschen hintereinander kein Visum bekommen haben und
sogar einer, der ins Camphill gegangen ist, es nicht bekommen hat. Beim
zweiten Anlauf hat es dann geklappt. Sie haben ihm gesagt, dass sie es
mit einer Schule verwechselt haetten. Auch wurde gesagt, dass die Visa
für Schulen in 2006 alles Fehlentscheidungen gewesen wären.

Insofern bin ich skeptisch, ob die Ergaenzung durch diesen Brief die
Loesung ist. Die abgelehnten haben inzwischen meist schon eine andere
Stelle gefunden.[...]

Na was soll man dazu sagen? Einerseits hat er schon Recht, wenn er skeptisch ist. Andererseits haben alle anderen (deren Visum abgelehnt wurde) auch nicht schon gesagt bekommen, dass sie das Visum bekommen, wenn sie einen Brief nachreichen. Aber wie in meinem letzten Beitrag schon beschrieben, kann es natürlich sein, dass die Bürokratie einmal mehr ihren Sieg über mich feiern wird.

Trotz alledem hoffe ich das Beste, etwas anderes bleibt mir sowieso nicht übrig.

Tja, das ist schon so eine Sache mit dem Visum. Irgendwie scheinen alle eins haben zu wollen. Zumindest erweckt es den Eindruck, wenn man auf der Suche nach dem Konsulat hoch motiviert um die Ecke schreitet und plötzlich eine solche Warteschlange vor sich sieht, dass man am liebsten gleich wieder umdrehen möchte. In eben dieser Situation befand ich mich heute. Um 8.10 Uhr bin ich am Konsulat gewesen, mein Termin war für 8.30 Uhr angesetzt. Mein richtiges Gespräch war um kurz nach 11 Uhr. Doch eins nach dem anderen..

Man stelle sich folgendes Szenario als die Rahmenhandlung des Ganzen vor: Donnerstag, 28. Juni 11.30 Uhr. Endlich kommt auch das letzte Puzzleteil (ein Bürgschreiben meiner Trägerorganisation) wahrlich „auf den letzten Drücker“ per Post und meine Unterlagen für den Antrag sind komplett. Gegen 20.30 Uhr war dann die gesamte Vorbereitung auf den Visumsantrag (inklusive Gespräch) abgeschlossen. Bis dahin habe ich mich noch durch etliche amerikanische Gesetze gekämpft, habe feststellen müssen, dass ich eigentlich nur das Alltags-Englisch beherrsche und quasi eine kleine Kunde englischer Fachbegriffe betrieben. Ich wollte ja schließlich angemessen reagieren können, falls man meinen Antrag ablehnen sollte.. Abends hab ich dann noch schnell den Beginn des ARD Film Sommers mit „Catch me if you can“ und „Bowling for Columbine“ genossen, um dann um um ca. 3.30 Uhr totmüde ins Bett zu fallen. CUT

Mittlerweile befinde ich mich vor dem Konsulat in der ersten von vier Schlangen an diesem Tag. Ich überfliege nochmal schnell meine Unterlagen, obwohl ich genau weiß, dass es mir nichts bringen würde, sollte ich feststellen, dass mir ein Dokument fehlt.. Nachdem ich dann von dem freundlichen Beamten meine Nummer abgeholt hatte, durfte ich mich erneut anstellen. Sicherheitskontrollen. Allein darüber könnte ich einen Roman schreiben, aber hier beschränke ich mich mal auf: „Wenigstens sind sie gründlich.“ Daraufhin nochmal schnell die Unterlagen in diese Reihenfolge sortiert, in die sie das Konsulat laut Aushang gerne hätte und ab in den nächsten Raum. Raum ist gut, der hatte nämlich ungefähr Sporthallengröße und entlang der Wände etliche Schalter, zu denen man dann mit seiner Nummer gerufen wurde.. Als ich das erste Mal aufgerufen wurde, durfte ich zunächst einmal alle Unterlagen abgebeben, die ich vorher fein säuberlich sortiert hatte.. Daraufhin begann dann die große Zeit des Wartens.. Immerhin lernte man dabei zwar ein paar neue Leute kennen, doch irgendwie wollte man dann doch endlich in sein Interview.. Schließlich wurde meine Nummer 378 wider Erwarten doch noch aufgerufen und ich begab mich zu Schalter 15. Nachdem ich dort dann meine Fingerprints abgegeben hatte, begann die Sichtung meiner zusätzlichen Unterlagen durch den Beamten. Long Story Short, der nette Herr meinte dann abschließend Folgendes:

„We will issue the visa, when you send us a letter from your institution, which states your name, date of birth, place of birth. It furthermore has to include the following information: your permanent address in Germany, Anticipated duration of stay in U.S., Address of initial destination in the U.S.“

Das klingt doch schonmal ganz gut. Ich muss einen zusätzlichen Brief auftreiben, ans Konsulat weiterleiten und ich bekomm’ mein Visum ? So ganz trauen mag ich der Sache noch nicht, aber wir werden ja sehen, was dabei raus kommt…

Jetzt werde ich gleich mal in den U.S.A. anrufen und mein neues Schreiben beantragen, damit ich endlich und endgültig Gewissheit haben kann, ob das mit dem Auslandsjahr überhaupt klappt, oder nicht..

Seit gestern ist es sicher: Ich habe das Abi bestanden. Schnitt 2,6. Zufrieden bin ich auf jeden Fall, hauptsache bestanden. Gestern Abend wurde dann ausgiebig gefeiert und so fand ich mich heute morgen nackt in meinem Bett, mit dem Gesicht in der unverspeisten Pizza, die ich mir nachts noch gemacht hatte und mit dem Rücken auf dem Besteck liegend… Mehr wird nicht verraten, wer nicht dabei war ist selbst schuld und hat was verpasst.
Bezüglich meines FSJs hat sich nicht viel Neues ergeben: Ich habe ein Einladungsschreiben meiner Dienststelle bekommen, das ich dann bei meinem Visumsantrag vorlegen werde. Für die Beantragung eines Visums für die USA muss jeder Antragssteller persönlich auf der Botschaft oder dem Konsulat erscheinen. Diesen „Interviewtermin“ habe ich nun auch schon: 29.Juni, 8.30 Uhr auf dem Konsulat in Frankfurt. Darauf werde ich mich nun intensiv vorbereiten, will ja auf jeden Fall, dass das mit dem Visum klappt..
Ansonsten kann ich nach dem Abistress auch noch die ganzen anderen Formalitäten erledigen, die noch anstehen. (Versicherung wechseln, weiterführende Verträge mit meiner Organisation abschließen, Laptop kaufen, usw) Trotzdem liegt das Hauptaugenmerk nun aber in der Vorbereitung auf den Visumsantrag, d.h. Nachweise für persönliche Bindungen nach Deutschland sammeln, mich auf die Beschreibung meiner Tätigkeit konzentrieren, usw. Ist ja nicht so, dass ich da ein Jahr Urlaub mache; ich übernehme dort schließlich Aufgaben, für die sich die Schule keine voll bezahlten Arbeitskräfte leisten kann.

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